Nachhaltiges Palmfett und Bio-Bratbutter

Durch nachhaltiges Palmfett und Bio-Bratbutter weitet die Mifa AG ihr Angebot an ökologisch bewussten Nahrungsmitteln aus.

  • Seit 2015 stellt die Mifa AG für Migros die Schweizer Bratbutter auch in Bio-Qualität her. Das unterstützt die Schweizer Bio-Bauern.

  • Die Milch für die Bio-Bratbutter stammt von heimischen Kühen, auch so unterstützt die Mifa AG die Bio-Landwirtschaft in der Schweiz.

  • Ob Grossverbraucher oder kleine Haushalte: Das Palmfett für alle Nahrungsmittel, die bei der Mifa AG produziert werden, stammt zu 100% aus nachhaltigem Anbau (RSPO „SG“).

  • Ölpalmen werden meist auf großen Plantagen in den Tropen angebaut. Aus der Frucht der Ölpalme werden Palmöl und Palmkernöl gewonnen. Diese wertvollen Rohstoffe verarbeitet die Mifa AG sowohl in Nahrungsmitteln als auch in Wasch- und Reinigungsmitteln.

  • Dirk Zwanzig, Leiter F&E Mibelle Group Nutrition, untersucht gemeinsam mit Monika Zaugg und Peter Guckenberger im Labor eine Produktprobe.

Dreitausend Tonnen Palmfett verarbeitet die Mifa AG jährlich. Es ist ein Basisrohstoff (Commodity) für viele verschiedene Nahrungsmittel. Fast jedes zweite Supermarkt-Produkt enthält eine Zutat basierend auf der Ölpalme. Dreitausend Tonnen: Was auf den ersten Blick wie eine ungeheuer grosse Zahl klingt, wird im Vergleich verschwindend wenig: Allein in Europa werden jährlich geschätzt sechs Millionen Tonnen Palmöl verarbeitet, der Anteil der Mifa AG beträgt also nur etwa 0.5 Promille. Im Vergleich dazu steht die weltweite Palmproduktion von geschätzten ungefähr 60 Millionen Tonnen (2014).

Schon diese Grössenverhältnisse zeigen, dass die Mifa AG allein nicht genügend Palm kauft, um die Palmproduktion weltweit zu beeinflussen. Mehr Nachhaltigkeit in der Palmwirtschaft ist aber wichtig, denn der Anbau und die weltweit stark steigende Nachfrage verursachen starke ökologische und soziale Schäden in den Anbauländern. Verschärfend kommt hinzu, dass das Unternehmen nicht auf palm-freie Rohstoffe umstellen kann. Dirk Zwanzig, Leiter Forschung und Entwicklung Nutrition, erklärt die Situation:

"Die positiven strukturgebenden Eigenschaften des Palmfetts sind für unsere Produkte sehr wichtig. Die Kristallisationseigenschaften von Palmfett verleiht zum Beispiel der Margarine Struktur und Festigkeit. Gerade im professionellen Einsatz wie bei Bäckereimargarinen brauchen wir eine sehr präzise Konsistenz. Hier gibt es derzeit keinen Ersatz - selbst nicht in den relativ geringen Mengen die wir brauchen. Die Ersatz-Rohstoffe wie zum Beispiel andere exotische Fette und Öle oder gehärtete Fette besitzen ein ähnliches Problempotential bzw. werden von den Kunden nicht akzeptiert."
Palmfett ist also für die Mifa AG unverzichtbar - was kann sie in dieser Lage tun?

Zwanzig: "Wir allein haben zwar nicht genügend Marktmacht für den globalen Change, aber wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und haben viel Energie in die Umstellung des gesamten Sortiments investiert. 2014 war es dann soweit: Alle Rezepturen konnten auf nachhaltiges Palmfett umgestellt werden. Dabei wirkt unsere Bäckereimagarine mit diesem Palmfett wie ein Hebel: Dadurch können die Supermarkt- und Bäckereikunden ihr Sortiment mit nachhaltigem Palm anbieten." Mit der Verwendung von RSPO-zertifiziertem Palmöl befolgt die Mifa AG die strengen Standards der Migros. Der RSPO (Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl) ist eine Gruppe von Unternehmen und Organisationen, die ihre Kräfte bündeln und gemeinsam für eine ökologischere und sozialere Palmwirtschaft arbeiten. RSPO-zertifiziertes Palmöl erfüllt diverse Mindestanforderungen (ökologische, ethische, soziale, rechtliche), für die Mifa AG ist es zusätzlich „segregiert“. Das bedeutet, die Ware stammt zu 100% von RSPO-zertifizierten Plantagen und wird über die gesamte Lieferkette getrennt von konventionellem Palmfett gelagert und transportiert. Es gibt keine Vermischung, der Kunde hat das nachhaltige Palmfett direkt in seinem Produkt.

Die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit zeigt sich auch in anderen Produktgruppen. So stellt die Mifa AG seit 2015 für Migros die Schweizer Bratbutter zusätzlich in Bio-Qualität her. "Die Mengen sind natürlich nicht zu vergleichen mit dem Palmfett. Aber auch hier leisten wir ganz bewusst unseren Beitrag, damit Migros das Bio-Angebot ausweiten kann.", so Zwanzig. Die Kunden können jetzt wählen zwischen Bratbutter in konventioneller und in Bio-Qualität.

Nachhaltigkeits-Fakten zu Nahrungsmitteln der Mifa AG:

  • Das Palmfett zur Herstellung der Nahrungsmittel stammt zu 100% aus nachhaltigem Anbau gemäss dem RSPO-Standard "Segregation" (SG). Die Mifa AG unterstützt damit das Versprechen der Generation M (Nachhaltigkeitsprogramm der Migros), bis zum Jahr 2015 nur noch Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu verwenden.
  • Die Plantagen, von denen das Palmöl für die Produktion der Mifa AG stammt, werden zusätzlich zu den RSPO-Auditierungen durch die Organisation TFT (The Forest Trust) kontrolliert.
  • Mit der Einführung der Bio-Bratbutter fördert die Mifa AG die Einlösung des Versprechen der Generation M (Nachhaltigkeitsprogramm der Migros), bis 2015 das Bio-Sortiment auszubauen und dadurch weiteren 300 Bio-Bauern die Existenz zu sichern.

Weitere Informationen zum Einsatz von Palm bei unserem Mutterkonzern Migros:
http://www.migros.ch/generation-m/de/labels-und-produkte/nachhaltiges-sortiment/palmoel.html



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