Phosphatfreie Geschirrspülmittel – Ein Einblick in die Innovationstätigkeit

Die Mifa AG forscht und entwickelt intensiv, um das für die Umwelt heikle Phosphat in Geschirrspülmitteln zu ersetzen. Bereits heute sind die Automaten-Geschirrspülmittel der Mifa AG phosphatfrei. Ab 2017 wird die gesamte Geschirrspülmittel-Kollektion ohne Phosphate produziert.

  • Der weltweite Bedarf an Phosphat ist sehr groß, vor allem für die Landwirtschaft. Phosphat-Erze, zum Beispiel Apatit, werden in großen Tagebau-Minen wie auf dem Bild abgebaut.

  • Blau oder grün? Links ist ein Unterwasser-Bild eines klaren Flusses mit sehr geringer Phosphat-Konzentration zu sehen. Das Gewässer auf dem rechten Bild hat eine sehr hohe Phosphat-Konzentration. Dieses Gewässer ist überdüngt (eutrophiert), was zu Algenwachstum, Sauerstoffmangel und Fischsterben führen kann.

  • Dr. Michael Lang, Leiter F&E Home Care, und Mira Scacchi, Laborantin, testen die Eigenschaften eines neuen Flüssig-Reinigers.

  • Alle Geschirrspülmittel der Marke Handymatic sind bereits seit 2015 phosphatfrei. Diese Produkte sind exklusiv bei Migros erhältlich.

Phosphate sind Salze, welche aus Mineralien gewonnen werden. Die Hauptvorkommen liegen im nördlichen Afrika, Jordanien, USA, Russland, Südafrika und China. Die Phosphat-Ressourcen sind begrenzt. Zudem sind sie häufig mit Cadmium oder radioaktiven Schwermetallen belastet. Phosphate, die ins Abwasser gelangen, können in der Abwasserbehandlung nicht vollständig gefiltert werden und führen so zu einer Überdüngung und infolge Sauerstoffmangels schliesslich zum Absterben vieler Gewässer-Bewohner.

Ab 2017 wird daher die Verwendung von Phosphor, dem Grundprodukt für Phosphate durch den Gesetzgeber weiter eingeschränkt.

Weshalb werden überhaupt Phosphate in Geschirrspülmitteln verwendet?

Das Phosphat in Geschirrspülmitteln enthärtet das Wasser, bindet den Kalk und löst Essensreste auf. Mit nur einer Substanz werden drei Probleme der Geschirrreinigung gelöst. Überdies sind Phosphate günstig im Einkauf. Für Entwickler sind sie daher eine Ideallösung, die nur sehr schwer ersetzt werden kann.

Die Entwicklungsteams um Michael Lang, Leiter Forschung und Entwicklung Home Care bei der Mifa AG, forscht bereits seit mehreren Jahren intensiv an Alternativen zum Phosphat in Geschirrspülmitteln.

Michael Lang erläutert, weshalb das Phosphat schwer zu ersetzen ist: "Phosphatfrei, das sagt sich so einfach. Aber wenn Phosphat in Geschirrspülmitteln ersetzt werden soll, braucht es eine Rezeptur aus bis zu sieben Ersatz-Stoffen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das wird schnell komplex. Bei hartem Wasser zum Beispiel funktioniert Zitronensäure nicht. Und Enzyme arbeiten oft nur bei ganz bestimmten pH-Werten. Auch das wachsende Bedürfnis nach einer einfachen Handhabung des Produkts (Convenience) stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Tabs sind sehr beliebt, weil sie einfach zu verwenden sind. Bei hartem Wasser kann es aber sein, dass nur ein Tab mengenmässig nicht ausreicht. Pulver dagegen ist besser dosierbar.

Einige Rezepturen wurden durch die Entwicklungsteams bereits erfolgreich umgestellt. Seit 2015 sind sämtliche Automaten-Geschirrspülmittel der Mifa AG, welche für den Schweizer Markt produziert werden, phosphatfrei (bspw. Handymatic erhältlich in der Migros). Ab 2017 wird die gesamte Geschirrspülmittel-Kollektion (Hand- und Automaten-Geschirrspühlmittel) der Mifa AG sowohl für die Schweiz als auch für den Export ohne Phosphate produziert.


Nachhaltigkeits-Fakten zu phosphatfreien Geschirrspülmitteln der Mifa AG (Mibelle Group):

  • Seit 2015 sind sämtliche Automaten-Geschirrspülmittel der Mifa AG für den Schweizer Markt phosphatfrei (bspw. Handymatic erhältlich in der Migros)
  • Ab 2017 ist die gesamte Geschirrspülmittel-Kollektion (Hand- und Automaten-Geschirrspülmittel) der Mifa AG sowohl für den Schweizer Markt als auch für den Export ohne Phosphate produziert.

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