Reduktion des Abwassers und Verbesserung der Abwasserqualität

Ohne Wasser kein Leben. Als wichtigster Lebensnerv kommt der Ressource Wasser ein hohe Bedeutung zu. Daher ist es eminent wichtig, dass das Wasser möglichst sauber bleibt und Frischwasserreserven geschont werden. Die Mibelle Group leistet dazu ihren Beitrag.

  • Fettabscheider-Anlage: Das Abwasser von Nutrition wird durch einen Fettabscheider von Fett und Öl entlastet. Diese Anlage wurde einer ganzheitlichen Wirkungsgrad-Optimierung unterzogen.

  • Fettabscheider-Wirkung: Herausgetrenntes Fett und Öl wird als Biofuel einer zweiten Verwendung zugeführt. Andreas Mosch (Ing. bei der Abtlg. Process Services) beim Optimieren der Parameter während der erneuten Inbetriebnahme.

  • Abwasser der Osmose-Anlage: Bei der Herstellung von Osmosewasser für die Produktion entsteht Abwasser. Dieses wird neu nicht mehr dem Industrieabwasser zugeführt, sondern dem Grundwasser, d.h. direkt zurück in den natürlichen Kreislauf.

Wo produziert wird, ist der Frischwasserbedarf meist hoch und das Wasser, welches nach der Verwendung dem Kreislauf zugeführt wird, ist mit den unterschiedlichsten Stoffen belastet. Ziel der Mibelle Group ist es daher, so wenig Frischwasser wie möglich zu verwenden und das Abwasser möglichst unbelastet (produkt- und rohstofffrei) abzuleiten. Mit vielen einzelnen Lösungsansätzen und Erfolgsgeschichten haben die Mitarbeitenden der Mibelle Group deutliche ökologische Entlastungen erzielt.

So berichtet Arno Merki, Leiter Sicherheit, Gesundheit, Umwelt der Mibelle AG: "Bei uns konnte die Abwassermenge bereits über 10.000 Kubikmeter pro Jahr reduziert werden. In diesem Jahr kooperieren wir ausserdem mit der Fachhochschule Nordwestschweiz. Wir erforschen, wie wir trotz steigender Produktion unsere Abwassermengen weiter verringern können."

Ein spezielles Verfahren zur Senkung der Abwassermenge ist bei der Mifa AG im Einsatz. “In der Produktion wird Osmosewasser verwendet. Das ist Frischwasser, bei welchem sämtliche unerwünschten Stoffe ausgefiltert wurden. Zurück bleibt das sogenannte Retentat, welches getrennt vom übrigen Industrieabwasser auf eine besondere Fläche auf dem Betriebsgelände geleitet wird. Der Nutzen liegt auf der Hand. Dort darf es im Boden versickern und gelangt so wieder zurück in den natürlichen Wasserkreislauf. Die Abwasser-Menge verringert sich, wodurch die Kläranlagen entlastet und die Abwasser-Kosten gesenkt werden“, erklärt René Gerber, Leiter OP&SCM der Mifa AG.

Die Abkürzung "TOC" (total organic carbon) steht für ein - zentrales Abwasser-Thema. Der TOC-Wert gibt die Summe des gesamten organischen Kohlenstoffs im Abwasser an und ist damit ein Mass für die organische Belastung des Abwassers durch Reste aus der Produktion von Kosmetika, von Wasch- und Reinigungsmitteln oder von Lebensmitteln. Ziel ist es, die TOC-Menge im Abwasser laufend zu verringern. Bei der Mifa AG wurden dazu diverse Schritte der Produktion optimiert.

Patrick Bechtel, Leiter Process Services, nennt Details: "Wir konnten zwischen 2014 und 2015 die TOC-Fracht, bezogen auf das Gesamtgewicht der produzierten Ware, bereits um knapp 2% verringern. In der Abwasserbehandlung der Butter-und Margarinen Produktion optimieren wir die Fettabscheidung. Zum Beispiel erhalten wir über einen Rücklauf des Abwassers in den Puffertank eine verlängerte Verweilzeit des Abwassers im Abwasserreinigungssystem und dadurch eine bessere Abtrennung des Fetts vom Abwasser. Zusätzlich haben wir 2016 ein Pilotprojekt an einer Abfülllinie in der Home Care Produktion umgesetzt. Hierbei konnten wir die Restentleerung durch unterschiedliche Massnahmen wie verbesserte Leitungsführung, intelligente Komponenten (Pumpen und Filter) und ein integriertes Molchsystem (Einrichtung zur Restentleerung von Rohrleitungen) deutlich verbessern und so die TOC-Fracht mindern. Ein guter Nebeneffekt: Diese Massnahmen reduzieren zusätzlich den Zeitaufwand für die Reinigung bei stark schäumenden Produkten."

Nachhaltigkeits-Fakten zur Verringerung der Abwasser- und Abfallmenge der Mibelle Group:

  • Die Zero Waste Vision der Dachgesellschaft M-Industrie hat das Ziel, spätestens im Jahr 2040 in vollständig geschlossenen ökologischen Kreisläufen zu wirtschaften und eine 100%ige Recycling-Quote zu erreichen.
  • Die Mifa AG hat das Ziel, den spezifischen Frischwasserverbrauch (Kubikmeter Wasser pro Tonne Produkt, also in Bezug auf das Gewicht der produzierten Ware) bis 2020 um 11 % zu verringern (im Vergleich zu 2010).
  • Die Mifa AG hat die spezifische Abwassermenge (Kubikmeter Abwasser pro Tonne Produkt) von 2010 bis 2015 um über 28% verringert.
  • Die Mibelle AG hat das Ziel, den spezifischen Frischwasserverbrauch bis 2020 um 9 % zu verringern (im Vergleich zu 2010).
  • Die Mibelle AG hat die spezifische Abwassermenge (Kubikmeter Abwasser pro Tonne Produkt) von 2010 bis 2015 um über 27% verringert.

Weitere Details und Nachhaltigkeits-Fakten zum Retentat- und Osmose-Wasser bei der Mifa AG:
http://mibellegroup.com/de/content/nachhaltigkeit/nachhaltige-produktion/osmose-wasser/




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