Die stetige Abfallreduktion bringt die Zero Waste Vision näher

Die Umwelteinflüsse durch den Menschen müssen dringend reduziert werden. Ein wichtiger Bestandteil ist die Schonung der Ressourcen. Die Vermeidung, die Verringerung und die Wiederverwendung von Abfall spielt dabei eine zentrale Rolle.

  • An dieser Sammelstelle auf dem Gelände der Mibelle AG werden verschiedene Abfallarten getrennt: In den grünen Containern links und rechts werden Kartons und gemischter Kunststoff gesammelt, beides wird recycelt. Der blaue Container in der Mitte ist für Restabfall, der nicht recycelt werden kann.

  • Diese Kartonpresse der Mibelle AG verkleinert das Volumen der Kartonabfälle so stark, dass der Container pro Transport circa 4,5 Tonnen gepressten Karton aufnehmen kann.

  • Zero Waste Prinzip: Die entscheidende Grundlage bildet das Vermeiden. Erst nach dessen Maximierung sollen die nächsten Schritte angegangen werden. Dies gewährleistet gesamtheitlich die nachhaltigste Lösung.

  • Molchsystem: Die Zuführleitung zur Abfülllinie L-2 wird mit einem Molch leergestossen; Effekt: Ausbeuteerhöhung von 200kg/Kampagne; Jochen Naef (Ing. bei der Abtlg. Process Services) bei der Feinjustierung des Druckluftflusses.

  • Ein sog. Molch (meist ein Gummi- oder Silikonpfropfen) wird mit Druckluft durch die Rohrleitung gefördert und presst dabei Restmengen an Füllgut heraus.

Die Zero Waste Vision der Dachgesellschaft M-Industrie der Mibelle Group besagt, dass bis zum Jahr 2040 in vollständig geschlossenen ökologischen Kreisläufen gewirtschaftet wird und eine 100prozentige Recycling-Quote besteht. Ein ambitiöses Ziel, welches von der Mibelle Group mit Hochdruck übernommen wurde.

Die Experten bei der Mibelle Group haben in den letzten Jahren bereits viele kleine und grosse Massnahmen umgesetzt, um der Vision gezielt näher zu kommen. René Gerber, Leiter OP&SCM der Mifa AG erläutert: „Nachhaltiges Abfallmanagement besteht aus drei Stufen: Vermeidung, interne Direktverwertung/internes Recycling und zuletzt der umweltgerechten Entsorgung oder artgerechten Weiterverwendung des verbleibenden Abfalls, der das Werk verlässt. Mit der ambitiösen Vision darf ab dem Jahr 2040 kein Restabfall in irgendwelcher Form das Werk verlassen.“

Um die pionierhafte Vision zu konkretisieren sind innovative Ansätze nötig, welche die Abfallentstehung in allen erdenklichen Formen vermeiden. "Die Ansätze zur Abfallvermeidung sind mannigfaltig. Wir schulen beispielsweise unsere Mitarbeitenden und sensibilisieren sie für dieses wichtige Thema.", sagt Heinz Buser, Leiter Delivery Management bei der Mifa AG (und in dieser Funktion zuständig für das Entsorgungswesen). Thomas Aliverti, Leiter Infra, Energie & Bau bei der Mibelle AG, ergänzt: "Etwa ein Drittel der Abfallmenge am Standort Buchs besteht aus Rohstoffen, Halbfabrikaten, Fertigwaren und Verpackungen. Theoretisch können wir diese Abfälle komplett vermeiden. Die übrigen zwei Drittel Abfall wollen wir stark reduzieren und das, was dann noch übrig ist, recyceln."

Fredy Kühnis, Umweltbeauftragter der Mifa AG, beschreibt die Taktik: "Wir fragen: Was kann alternativ auf dem gleichen Verwendungsniveau mit einem Abfallprodukt geschehen? Ein Beispiel aus der Geschirrspülmittel-Produktion sind Bruchtabs oder überschüssiges Pulver. Diese können in sogenannten 'Big Bags' gesammelt und mit Partnerfirmen in deren Produkte eingearbeitet werden. So bleibt die ursprüngliche Verwendung erhalten und es entsteht kein Abfall."

Nachhaltigkeits-Fakten zur Verringerung der Abfallmenge der Mibelle Group:

  • Die Zero Waste Vision der Dachgesellschaft M-Industrie hat das Ziel, spätestens im Jahr 2040 in vollständig geschlossenen ökologischen Kreisläufen zu wirtschaften und eine 100%ige Recycling-Quote zu erreichen.
  • Die Mifa AG hat das Ziel, von 2011 bis 2020 die spezifische Abfallmenge (in Bezug auf das Gewicht der produzierten Ware) um fast 4% zu verringern.
  • Die Mibelle AG hat das Ziel, von 2010 bis 2020 die spezifische Abfallmenge um 5% zu verringern.
  • Die Mifa AG und die Mibelle AG haben das Ziel, die Recyclingquote bis 2020 auf 80% zu erhöhen. Im Jahr 2015 betrug die Recyclingquote bei beiden 51%.

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