Energieeffizientes, gesundes LED-Licht für den Industriebetrieb

Seit 2011 hat die Mibelle Group begonnen, an ihren Standorten in Buchs und Frenkendorf auf LED-Licht umzustellen. LED-Leuchten bringen gegenüber der Fluoreszenztechnik viele Vorteile mit sich und haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeitenden.

  • Die beiden Bilder zeigen zwei unterschiedliche Produktionshallen: Auf dem linken Bild wird eine Halle noch durch Fluoreszenz-Röhren erleuchtet. Das rechte Bild zeigt eine Halle nach der Umstellung auf LED-Beleuchtung.

  • Ralf Hächler, Anlageführer in der Konfektion am Standort Buchs, während einer Nachtschicht. Er hat mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung positive Erfahrungen gesammelt: „Nach der Nachtschicht bin ich insgesamt weniger müde.“

Bis heute ist es in Industriebetrieben üblich, die Produktionshallen mit Fluoreszenz-Röhren zu beleuchten. Die Mibelle Group setzt seit einigen Jahren auf LED-Licht und nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. „Bis 2020 wollen wir in den Produktionsbereichen 80 % LED-Quellen einsetzen. In Buchs werden wir voraussichtlich 100 % erreichen“, zeigt sich Thomas Aliverti, Leiter Infra, Energie & Bau, zuversichtlich. Bereits heute wird in der Konfektionierung, im Personalrestaurant und der Werkstatt ausschliesslich LED-Technik verwendet, in der Fabrikation und in der Vorbereitung in gewissen Bereichen. Auch die Büros, Sitzungszimmer und das Bio-Chemielabor sind mehrheitlich mit LED-Leuchten ausgestattet.

Kelvin ist der entscheidende Wert, der die Farbtemperatur oder auch die Lichtfarbe beschreibt. Wärmere Lichtfarben liegen bei 2700 und 3300 Kelvin. Neutralweisses Licht weist Werte zwischen 3300 und 5300 Kelvin und helle Shop-Beleuchtungen Werte über 5300 auf. „Unsere LED-Lampen sind bei ungefähr 4000 Kelvin eingestellt - eine optimale Lichtfarbe für produktive Arbeitsplätze“, erklärt Stefan Madörin, Leiter Technik Frenkendorf.

Stromsparend, wartungsarm und gesundheitsschonend
LED-Leuchten sind eine einzige Erfolgsstory und bringen viele Vorteile mit sich. Einerseits sind sie sehr sparsam und benötigen bis zu 70 % weniger Strom. Andererseits kann der Lichtstrahl besser gesteuert werden, das heisst, man hat das Licht genau da, wo man es zum Arbeiten benötigt. Zudem entwickeln LED-Leuchtmittel weniger Wärme und strahlen kein UV-Licht aus – so bleiben unerwünschte Effekte wie das Sprödewerden von Kunststoff oder Farbunterschiede bei Verpackungen aus. In den Packmaterial- und Etikettenlagern sind zusätzlich zur LED-Beleuchtung stromsparende Präsenzmelder in den Gängen installiert.

LED-Leuchten sind zwar im Vergleich zur Leuchtstofftechnik teurer, aber die Umstellung lohnt sich bei weitem. „LED-Leuchten sind extrem langlebig und wartungsarm. Eine LED-Leuchte muss im Durchschnitt nur alle sieben Jahre ersetzt werden, Fluoreszenzröhren fast jährlich“ sagt Thomas Aliverti. Einer der wichtigsten Vorteile ist jedoch der positive Effekt auf die Gesundheit der Mitarbeitenden.

Konzentration lässt weniger schnell nach
Der hohe Blauanteil im LED-Lichtspektrum bewirkt eine Reduzierung des Melatoningehalts im Blut, deshalb spricht man bei LED auch von gesundem Licht. Das bekommen die Mitarbeitenden zu spüren. Durch das flimmerfreie Licht ermüden die Augen weniger schnell und die Konzentration lässt weniger schnell nach. Dieser Vorteil wird besonders in der Schichtarbeit deutlich, die eine zusätzliche Belastung für den Menschen ist. „Die Mitarbeitenden betonen, dass sie sich besser konzentrieren können und weniger schnell Kopfschmerzen bekommen. Sie sind insgesamt weniger müde,“ freut sich Stefan Madörin.


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