Mibelle AG: Höhere Effizienz durch das Heiss-Kalt-Verfahren

Am Standort Buchs belegt die Umstellung auf das Niedertemperatur-Verfahren, wie gross die Wirkung einer einfachen Veränderung ist.

  • Amira Nassar, Teamleiterin Scale-up bei der Mibelle AG, produziert an der Homogenisieranlage im Heiss-Kalt-Verfahren die neue I AM Shower Body Milk.

  • Das Heiss-Heiss-Standardverfahren (links) und das Heiss-Kalt-Verfahren (rechts) im schematischen Vergleich.

  • Mit der freiwilligen Beitrittserklärung zum Programm der Energie-Agentur der Wirtschaft (seit 2001) bekennt sich die Mibelle, die CO2-Emissionen aktiv zu reduzieren und die Energieeffizienz zu optimieren. Das Heiss-Kalt-Verfahren leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung.

  • Das Heiss-Kalt-Verfahren ist für die viele Produkte der Mibelle AG geeignet. Hier eine kleine Auswahl von Mibelle Produkten, die nach diesem Verfahren hergestellt werden. Letztes Jahr konnten über 50% der erwähnten Produktkategorien mit einem energiesparenden Verfahren hergestellt werden.

Die ständige Verbesserung der Produktionsverfahren ist ein Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit in der Industrie. Oft sind es die einfachen Ansätze, die ein erstaunlich grosses Einsparpotenzial haben.
Das Heiss-Kalt-Verfahren ist so ein Beispiel. Viele Kosmetika wie z.B. Cremes oder Lotionen bestehen aus einer Wasser-Öl bzw. Wasser-Fett-Mischung. Von selbst vermischen sich diese beiden Stoffe nicht, daher übernimmt ein Emulgator und eine spezielle Maschine diese Vermischung, der Homogenisator. Während das Heiss-Heiss-Standardverfahren das Wasser erhitzt, bleibt das Wasser beim Heiss-Kalt-Verfahren kalt – nur die Fettphase kommt erhitzt in den Homogenisator.
Die Energievorteile liegen auf der Hand: Was nicht erhitzt wird, verursacht auch keinen Energieaufwand – weder beim Erhitzen noch beim anschliessenden Abkühlen.

Allerdings steckt wie so oft der Teufel im Detail. Amira Nassar, Teamleiterin Scale-up, erklärt die Details:
«Im Betriebsversuch arbeiten wir schon mehrere Jahre an der Umstellung auf das Heiss-Kalt-Verfahren. Es brauchte viele Versuche und Tests, damit das neue Verfahren optimal funktioniert – denn wir müssen eine gleichbleibende Produktqualität garantieren. Normalerweise entwickelt man scale up: Man testet und entwickelt im Labor mit kleinen Mengen und vergrössert diese dann immer weiter bis zur regulären Produktionsmenge. Wir haben es umgekehrt gemacht: scale down. Das bedeutet: Jetzt zieht die Produktentwicklung im Labor nach. Wir brauchen neue Rezepturen, um nach dem neuen Verfahren herstellen zu können. Für unsere Entwickler kommt also eine Extra-Challenge hinzu: Ihre neuen Produktideen müssen auch im Heiss-Kalt-Verfahren produzierbar sein.»

Letztes Jahr konnten über 50% der oben erwähnten Produktkategorien mit einem energiesparenden Verfahren hergestellt werden.

Nachhaltigkeits-Fakten zum Heiss-Kalt-Verfahren:

  • Die Umstellung auf das Heiss-Kalt-Verfahren führt zu einer hohen Energieeinsparung.



Ressourceneffizienz

Klima

Innovationskraft

Produktion & Handel